
CIRCULANDIA fördert Kreislaufwirtschaft in der Lebensmittelbranche, regenerative Landwirtschaft und wiederverwendbare Verpackungen.
DIE EUROPÄISCHE KOMMISSION HAT FÜR DIE UMSETZUNG DES CIRCULANDIA-PROJEKTS ZU KREISLAUFORIENTIERTEN LEBENSMITTELSYSTEMEN MIT EINEM GESAMTBUDGET VON 9,6 MILLIONEN EURO FÖRDERMITTEL AUS DEM PROGRAMM HORIZONT EUROPA BEWILLIGT.
(PRESSEMITTEILUNG) HELSINKI, 10. Aug. 2026 — /EuropaWire/ — Die Europäische Kommission hat für die Umsetzung des Projekts CIRCULANDIA zu kreislauforientierten Lebensmittelsystemen Fördermittel aus dem Programm Horizont Europa bewilligt. Mit einem Gesamtbudget von 9,6 Millionen Euro stellt CIRCULANDIA einen bedeutenden Schritt hin zu einem widerstandsfähigeren, regenerativen und kreislauforientierten Europa dar. Ziel des Projekts ist es, kreislauforientierte Lebensmittellösungen für Städte und Regionen zu entwickeln und auszuweiten, die regenerative Landwirtschaft, lokale Lebensmittelproduktion und -verteilung sowie Mehrwegverpackungslösungen miteinander verbinden.
Das übergeordnete Ziel von CIRCULANDIA besteht darin, lineare Produktions-, Konsum- und Abfallmodelle aufzubrechen und durch kreislauforientierte Lösungen zu ersetzen. Diese sollen Treibhausgasemissionen reduzieren, die Gesundheit von Böden und Ökosystemen verbessern, Lebensmittelversorgungsketten verkürzen und Verpackungsabfälle verringern. In den kommenden Jahren (2026–2030) wird das CIRCULANDIA-Projekt Ressourcen für eine langfristige Entwicklung hin zu einer Kreislaufwirtschaft bereitstellen.
Pilotmaßnahmen und Demonstrationsstandorte in ganz Europa
„Als Koordinatorin von CIRCULANDIA freue ich mich sehr, diese ambitionierte europäische Zusammenarbeit auf den Weg zu bringen, die regenerative Landwirtschaft, lokale Lebensmittelsysteme und Mehrwegverpackungen auf einzigartige Weise zu einem wirklich integrierten Ansatz verbindet. Unser Ziel besteht nicht darin, einzelne Lösungen zu optimieren, sondern die Funktionsweise der gesamten Lebensmittelökosysteme hin zu einem wirklich kreislauforientierten und klimaneutralen Modell zu verändern“, erklärt Anna Tenhunen-Lunkka, Head of Circular Economy bei CLIC Innovation.
Ein zentrales Merkmal von CIRCULANDIA ist das dreistufige Replikationsmodell des Projekts. Dabei werden Lösungen zunächst in Pilotstädten demonstriert, anschließend von Replikatorstädten angepasst und umgesetzt und schließlich über Multiplikatorregionen ausgeweitet, die sich auf eine künftige Anwendung vorbereiten.
CIRCULANDIA wird übertragbare und skalierbare Modelle entwickeln, die zu den Zielen des Europäischen Grünen Deals beitragen und die Initiative für kreislauforientierte Städte und Regionen (Circular Cities and Regions Initiative, CCRI) der Europäischen Kommission unterstützen.
Das Projekt umfasst ein breites Spektrum an Maßnahmen. Das zur Überprüfung der Kohlenstoffbindung eingesetzte Fernüberwachungssystem wird ausgebaut und repliziert, während kommunale Flächen bei der Umstellung auf regenerative landwirtschaftliche Praktiken unterstützt werden. Darüber hinaus sollen lokale, bislang unzureichend genutzte biogene Stoffströme erschlossen und verwertet sowie Demonstrationsprojekte für urbane Landwirtschaftsmodelle gestartet werden. Das Projekt wird außerdem ein lokales Ökosystem für Mehrwegverpackungen im Praxismaßstab demonstrieren und die Nutzung wiederverwendbarer Verpackungen für Speisen zum Mitnehmen durch Verbraucherinnen und Verbraucher fördern.
Den Wandel gemeinsam vorantreiben
Das Projekt bringt 35 Organisationen aus zwölf europäischen Ländern zusammen, darunter Städte, Regionen, Unternehmen, Industrieakteure, Cluster, Forschungseinrichtungen und Nichtregierungsorganisationen.
Zu den Zielgruppen des Projekts zählen Städte, Regionen, öffentliche Behörden, kleine und mittlere Unternehmen, der HoReCa-Sektor, Landwirtinnen und Landwirte, zivilgesellschaftliche Organisationen, Forschungseinrichtungen, Industrie- und Technologieanbieter sowie Finanzinstitute.
„Gemeinsam mit Städten, Regionen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen entwickeln wir praxistaugliche Lösungen, die europaweit skaliert werden können. Damit erzielen wir messbare Reduzierungen bei Emissionen, Ressourcenverbrauch und Abfällen und stärken zugleich die lokale Widerstandsfähigkeit und Biodiversität. Obwohl systemischer Wandel grundsätzlich komplex und anspruchsvoll ist, warten wir nicht auf perfekte Bedingungen – wir handeln jetzt und treiben den Wandel gemeinsam voran“, betont die Koordinatorin des Konsortiums, Anna Tenhunen-Lunkka, Head of Circular Economy.
Dem Konsortium gehören folgende Partner an:
- CLIC Innovation (Finnland)
- Helsinki-Uusimaa Regional Council (Finnland)
- City of Vantaa (Finnland)
- Stadt Freiburg (Deutschland)
- Ajuntament de Manacor (Spanien)
- Møre og Romsdal fylkeskommune (Norwegen)
- Metropole Européenne de Lille (Frankreich)
- Stad Roeselare (Belgien)
- City of Espoo (Finnland)
- Município de São João da Madeira (Portugal)
- Zagrebacki Holding d.o.o. (Kroatien)
- Intercommunale de gestion de l’environnement – IPALLE (Belgien)
- Baltic Sea Action Group (Finnland)
- Finnish Meteorological Institute (Finnland)
- Stiftelsen Norsk Senter for Økologisk Landbruk / NORSØK (Norwegen)
- Kekkilä-BVB Oy (Finnland)
- University of Helsinki (Finnland)
- Flanders`Food (Belgien)
- Mission Zero Academy (Belgien)
- Fundació Catalana per a la Prevenció de Residus i el Consum Responsable (Spanien)
- Evolvis (Belgien)
- Fair Resource Foundation (Niederlande)
- University of Vaasa (Finnland)
- GreenDelta GmbH (Deutschland)
- IDEA Strategische Economische Consulting (Belgien).
Die folgenden Multiplikatorstädte und -regionen unterstützen eine breitere Anwendung und die künftige Einführung:
- Câmara Municipal do Funchal (Portugal)
- Executive Committee of the Khmelnytskyi City Council of Khmelnytskyi Region (Ukraine)
- Executive Committee of Lutsk City Council (Ukraine)
- Ville de Bruxelles (Belgien)
- Ville de Roubaix (Frankreich)
- Metropole de Lyon (Frankreich)
- Latvijas Korporativas Socialas Atbildibas Platforma (Lettland)
- Municipality of Tuusula (Finnland)
- City of Hyvinkää (Finnland)
- City of Raasepori (Finnland).

Dieses Projekt wurde im Rahmen der Finanzhilfevereinbarung Nr. 101291131 aus dem Forschungs- und Innovationsprogramm Horizont Europa der Europäischen Union gefördert. Finanziert von der Europäischen Union. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die der Autorinnen und Autoren und spiegeln nicht unbedingt die Ansichten der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für die Forschung wider. Weder die Europäische Union noch die Bewilligungsbehörde können dafür verantwortlich gemacht werden.
Medienkontakt:
Anna Tenhunen-Lunkka
anna.tenhunen-lunkka@clicinnovation.fi
QUELLE: Helsinki-Uusimaa Regional Council
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